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Immatrikulation von Iohannes Iohannis

Transkription normierte Angaben
Semester: 1609 Mich.
Nummer: 31
Datum: - . 2 . 1610
Vorname: Iohannes Johannes
Nachname: Iohannis Johannis
Herkunft: Brekelingius Brecklum (i. Schlesw.)
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Bernhard Asmussen, am Wed Oct 11 16:08:20 CEST 2017
Johannes (verkürzt: Jens) BREKLING war Pastor in Handewitt 1623-1664. Er stammte aus einer alten verbreiteten Pastorenfamilie, wurde 1589 in Breklum als Sohn des Pastors Johannes Brekling geboren, heiratete 1622 Agathe Dame (gest. 1645) und starb 1672 in Flensburg. Studierte in Rostock, Königsberg und Wittenberg. Er erhielt den akademischen Titel "Magister" und hat mehrere Schriften verfasst. Der spätere Pastor Paul Buchholz schrieb über ihn: "Er war von großer Gelehrsamkeit, und seine Bücher verdienten neu aufgelegt zu werden".
Aus einem Schriftwechsel von 1661 erhellt, dass M. Johannes Breckling im Gegensatz zu seinem Vorgänger Nicolaus Olavi(us) - siehe dort - nicht in dänischer Sprache (sönderjysk), sondern plattdeutsch predigte. Man lobte seine schlichte, d.h. verständliche Art sich auszudrücken, im Gegensatz zu vielen Pastoren damaliger Zeit, die recht schwülstig und hochgestochen wissenschaftlich predigten. Aber auch das Plattdeutsche wurde wenig oder gar nicht verstanden: "... weilen er so schlecht (= schlicht) plat deutsch prediget, daß die meisten Männer es zwar verstehen, aber unsere Frauen, Kinder und Gesinde, so nicht zur Stadt kommen und des Deutschen gewohnt, beschweren sich noch hoch über die deutsche Predigt, so vordem in dänischer Sprache geschehen". Weiter heißt es über ihn: "Denn unser lieber alter Magister Johannes ist annoch ein frischer rühriger Mann, der sein Amt annoch wie vor mit sonder Treu, Fleiß und Sorfalt obwartet, wie vor 20 und mehr Jahren geschehen, auch daß er sich umb uns und dies Kirchspiel in 36 Jahren und in 3 schweren Kriegswüstungen, mehr als wir ihn belohnen können, wohlverdient gemachet, das Seine bei uns zugesetzt, in Not und Tod immer mit Hilf und Raht bei uns treulich als ein guter Hirte aufgehalten, unsere Häuser in unser Flucht aus mancher Feindesnoth verwaltet und sein Vorrat und Stücklein Brodt mit uns und unsern Kindern tröstlich getheilet, in unser schweren Schwachheit uns fleißig besucht, wie auch in dieser flüchtigen Zeit er ein gantz Meil Weges zu Fuß zu uns gegangen mit seinen Trost Worten zu dienen, daß wir seinesgleichen schwerlich verhoffen, er uns annoch solche Hertz- und Seelen Stärkung in seinen schönen Predigten und Absolution gibt, als irgend vom erwählten Gottesdiener geschehen kann."
Sein 2. Sohn, Friedrich (1629-1711), war nicht eigentlich Pastor in Handewitt, muß aber wg. seiner kirchengeschichtlichen Bedeutung erwähnt werden.

Herausgegeben im Auftrag des Rektors der Universität Rostock von Kersten Krüger.
Rostock, online seit 2010.

(Liste der Mitwirkenden)

Kontakt:
Universitätsarchiv
universitaetsarchiv(at)uni-rostock.de

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